Weniger Krisen 2007 durch Insolvenz

Eine Insolvenz ist so etwas wie ein Krisen-GAU.In der Regel kommt dieser größt annehmbare Unfall, so die GAU-Umschreibung, allerdings nicht aus heiterem Himmel.
Zuvor gibt es meist zahlreiche Warnzeichen, die entweder übersehen oder ignoriert werden – entweder von den einzelnen Unternehmen oder innerhalb der Gesamtwirtschaft und Politik, wie bei der aktuellen US-Finanzkrise.
Nun zur guten Nachricht der Wirtschafts-Auskunftei D&B: 2007 weniger Insolvenzen in Deutschland. Und zur schlechten: für 2008 ist kein weiterer Rückgang zu erwarten.

Die meisten Insolvenz-Fälle gab es mit großem Abstand in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Bezogen auf die Anzahl der Unternehmen führt allerdings das Saarland die Rangliste an: Von den 36.600 Unternehmen und Selbständigen haben im vergangenen Jahr 773 Insolvenz angemeldet – mehr als 2,1 Prozent. Ebenfalls hohe Insolvenzquoten verzeichnen Berlin, Sachsen (beide 2,1 Prozent) und Brandenburg (2 Prozent).
Weniger Insolvenzen, heißt es bei D&B, führten auch zu besserer Zahlungsmoral: „Die Insolvenzzahlen bestätigen die Ergebnisse unserer Studie zur Zahlungsmoral deutscher Unternehmen. Seit Anfang 2007 haben immer mehr Unternehmen ihre Rechnungen pünktlich bezahlt, was auf eine gute wirtschaftliche Lage vieler Firmen hindeutet“, erklärt Thomas Dold.

Das Zahlungsverhalten der deutschen Unternehmen ermittelt D&B aus über 500 Millionen Rechnungsinformationen jährlich.

One Response to “Weniger Krisen 2007 durch Insolvenz”

  1. Insolvenz sagt:

    Weniger Firmen-Insolvenzen dafür mehr Privatkonkurse!
    Die Unternehmenspleiten werden weniger, die Zahl der Privatkonkurse hingegen steigt weiter und weiter. Das zeigt sich in der veröffentlichten Insolvenzstatistik des Kreditschutzverbandes für das erste Halbjahr 2008.

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