Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Blogger-Protest gegen Tchibos Produktionsbedingungen – Konzern bleibt gelassen

Donnerstag, Juni 19th, 2008

Ob die Nerven bei Tchibo blank lagen, als eine Bloggerin zwei T-Shirts mit dem selbst verfassten Aufdruck „Tchibo Shirts: Gefertigt für Hungerlöhne“ und „Dieses T-Shirt hat ein Kind für Tchibo genäht“ ist nicht überliefert. Interessant ist, dass Tchibo für 12,90 die T-Shirts tatsächlich geliefert hat, weil die Kontrolle des Herstellers nicht funktioniert hat.

Gerne hätte Tchibo die T-Shirts wieder zurück genommen und zum Kaufpreis noch ein Päckchen Fair-Trade-Kaffee gelegt.Doch die Bloggerin entscheid sich für eine Aktion gegen den Kaffee-Röster, der allerdings eher gelassen reagierte und die Aktion nutzte, um darzustellen, dass die Vorwürfe nicht mehr zutreffen würden.

 Spiegel Online berichtete sowohl über die trickreiche Aktion als auch über die Darstellung von Tchibo.

Krisenweltmeister Deutschland AG

Sonntag, Mai 25th, 2008

„Krise im System“ titelte der Spiegel Online in seinem Beitrag am Sonntag, 26. Mai aus Anlass des neuesten Unternehmensskandals bei der Telekom und folgerte: Der Sittenverfall ist kein Zufall, sondern Systembedingt.

Wie bekannt, besteht der begründete Verdacht, dass die Telekom auf eine perfide Art und Weise überprüfte, ob Manager und Aufsichtsräte Kontakte mit Wirtschaftsjournalisten haben. Hierzu wurden heimlich Telefonverbindungsdaten ausgewertet, um angeblich undichte Stellen zu finden, die der Presse möglicherweise Informationen zuspielen. Das Pikante dabei, anscheinend wurden hierbei auch Telefondaten von Journalisten genutzt, um Abgleiche durchführen zu können.

Immerhin reagierte der neue Vorstand sofort, als die Sache durch ein fehlgeleitetes Fax ruchbar wurde und schaltete die Staatsanwaltschaft ein.

Journalistenverbände sehen angesichts dieser Methoden, die sie an Stasi-Zeiten erinnern, die Pressefreiheit in Gefahr.

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Verlage nur mäßig für die Zukunft gerüstet

Montag, Mai 19th, 2008

Schlechte Ausbildung und Outsourcing seien die größten Gefahren für Journalismus und Presse, ziehen die dpa-Tochter News Aktuell und das Hamburger Faktenkontor ihr Fazit im Medien-Trendmonitor Frühjahr 2008. Kritischer sollte man aber die Antworten von 70 Prozent der Befragten nehmen. Sie sind der Ansicht, dass die deutschen Verlage nur mäßig für die digitale Zukunft gerüstet seien.bild-3.png

Befragt wurden 3.039 Redakteure und freie Journalisten vom 14. Januar bis zum 10.Februar 2008. Obwohl es sich hier um keine Aussagen von Verlagsleitungen handelt, geben die Antworten zumindest eine Tendenz an, da Redaktionen in die Online-Entwicklungen von Verlagen in der Regel eingebunden sind.

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Wer zu spät kommt …

Freitag, April 18th, 2008

In vielen großen Unternehmen ist Unternehmenskommunikation auf Verkündigungsmedien wie zu biblischen Zeiten begrenzt. Dass durch das Internet diese Einbahnstraße aufgehoben ist, ja die Kommunikation um und über ein Unternehmen unkontrolliert entwickeln kann (was gleichermaßen positiv wie negativ sein kann), wurde von vielen Leistungsträgern zu wenig wahr genommen.Wohl auch bei American Airlines. Dort hat man erst während bzw. nach dem Chaos an US-Flughäfen durch technisch bedingte Flugausfälle den Corporate Blog als Kommunikationsmedium entdeckt. Zu spät, um tatsächlich über den Blog Frust und Ärger der betroffenen Passagiere aktuell abbauen zu können, aber vielleicht nicht zu spät für die nächste Krise, die im turbulenten US-Luftfahrtgeschäft bestimmt kommt. (mehr …)

Viral Clash – Blog über Chancen und Krisen des viralen Internet

Mittwoch, April 2nd, 2008

Im Moment vernachlässige ich leider etwas den Krisenblogger., da ich gerade meinen neuen Blog Viral Clash aufbaue.Schauen Sie doch einmal vorbei und lassen Sie sich überraschen, auch wenn Viral Clash noch im Aufbau ist.Vielleicht haben Sie auch eine Idee, welche Themen man dort noch ansprechen kann.Viele Grüße Roland Keller 

Dauerkrisen und die Guten, die Bösen und die Hässlichen

Freitag, Februar 22nd, 2008

Die Debatte um den Fall Zumwinkel und folgende erinnert mich an den Titel von Sergio Leones Italo-Western „The Good, the Bad and the Ugly“ von 1966, dessen deutscher Titel „Zwei glorreiche Halunken“ in diesem Fall weniger zielführend ist.

Für die einen sind Zumwinkel & Co. einfach die Bösen, für die anderen die Hässlichen oder beides. Doch es gibt auch andere Meinungen, die allerdings nicht so weit gehen, in Herrn Zumwinkel einen Robin Hood gegen den Finanz-Sheriff Steinbrück von Nottingham zu sehen. Oder den Rächer der Unterdrückten, der gen Liechtenstein in den Sonnenuntergang reitet.

Nein, das nicht, aber warum nicht mal die Sache politisch unkorrekt betrachten, meinte ein intelligenter Beobachter: „Jagt hier nicht ein Raubritter den anderen?“ Das sei natürlich nur verkürzte Polemik, wir würden ja nicht mehr im Mittelalter leben, wo der Burgvogt Gessler (Schiller, Tell, Schweiz, Rütli-Schwur, Schweizer Bankentum) und andere böse Schergen dem rechtlosen Untertan den Zehnt und – auch mal ein wenig mehr – abpressten.

Vorsicht Glatteis.

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Zumwinkel – Es gilt die Unschuldsvermutung

Donnerstag, Februar 14th, 2008

Natürlich gilt beim Fall Zumwinkel bis auf Weiteres die Unschuldsvermutung angesichts des Verdachtes auf Steuerhinterziehung.

Allerdings bin ich schon auf die Gespräche bei meinem nächsten Besuch bei der Post-Filiale in der Service-Schlange (ist das Wort eigentlich schon von der Post schon geschützt worden?).

Die fängt nämlich schon auf der Straße an, da zum Wohle der Kunden an angemessenen Räumen gespart wird. Im Winter ein echter Beitrag zur Abhärtung, statt sich in geheizten Räumen Viren zu holen. Zudem ein freiwilliger Service für Raucher. Und man lernt Leute kennen. Schließlich hat man angesichts dieser Service-Anstrengungen genügend gemeinsame Themen, dem jetzt noch die causa Zumwinkel hinzu kommt.

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Krisensignale – oder wie eine Krise gefüttert wird

Donnerstag, Januar 31st, 2008

Mit dem Neustart des Krisenbloggers nach längerer Pause kam mir die Idee, eher harmlose Situationen in Unternehmen und Politik zu verfolgen, um darzustellen, wie aus dem berühmten Schmetterlingsschlag im Dschungel sich ein Orkan entwickeln kann.
Oft sind es gerade kleine Dinge, die aus Ignoranz oder Arroganz zu einer Krise führen.
Ausnehmen aus solchen Beobachtungen kann man Unternehmen wie die Deutsche Bahn und andere, die ohne ihre Monopolstellung längst von ihren in- und externen Krisen hinweg geschwemmt worden wäre

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Weniger Krisen 2007 durch Insolvenz

Donnerstag, Januar 31st, 2008

Eine Insolvenz ist so etwas wie ein Krisen-GAU.In der Regel kommt dieser größt annehmbare Unfall, so die GAU-Umschreibung, allerdings nicht aus heiterem Himmel.
Zuvor gibt es meist zahlreiche Warnzeichen, die entweder übersehen oder ignoriert werden – entweder von den einzelnen Unternehmen oder innerhalb der Gesamtwirtschaft und Politik, wie bei der aktuellen US-Finanzkrise.
Nun zur guten Nachricht der Wirtschafts-Auskunftei D&B: 2007 weniger Insolvenzen in Deutschland. Und zur schlechten: für 2008 ist kein weiterer Rückgang zu erwarten.

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Das Licht am Ende des Tunnels

Mittwoch, Januar 30th, 2008

Wer in einer bedrohlichen Krise betroffene Unternehmer oder Manager berät, stößt immer wieder auf ein Phänomen, das ich Blockade oder Tunnelblick nennen möchte.
Sämtliche Gedanken, alles Handeln ist oft von einer Angst beeinflusst, die Krise nicht zu meistern – oder zumindest von der Frage bestimmt: was ist, wenn ich/wir es nicht packen?
Eine Situation, die nicht nur lähmend ist, sondern auch Kraft und Zeit raubt, alle positiven Momente zu mobilisieren, um mental und damit auch real die Krise zu überwinden.

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