Archive for the ‘Krise & Gesellschaft’ Category

Keine PR in der Krise – Ist weniger mehr?

Mittwoch, November 19th, 2008

Bei den privaten TV-Sendern und den Verlagen geht die Angst um. Ihre Kunden müssen in der Krise auf die Kosten achten, was bei einigen wohl auch bedeutet, dass Kommunikation und Werbung zu kurz kommt. Aber nicht nur da, auch dort wo die Kosten eine nur geringe Rolle spielen, scheinen viele Unternehmen angesichts drohender Krisenausläufer ihre Kommunikation nach der Vogel Strauß-Methode zu gestalten: Kopf in den Sand, bis die Gefahr vorbei – oder der Kopf ab ist.

Zum ersten Punkt: Verständlich, wer in Krisensituationen seine Werbe-Ausgaben anpasst.

Aber es gab zu solchen Zeiten – ich erinnere an die letzten Krisen – immer Unternehmen, die mit gut gefüllter Kriegskasse ihre Marke und ihre Marktanteile gegenüber der zaudernden Konkurrenz nach vorne gebracht haben. Wer Optimismus verbreitet (und ihn sich leisten kann), dürfte im Markt punkten, Image und Marke verbessern.

Zum zweiten Punkt. In Krisensituationen rächen sich Kommunikationsfehler um so stärker.

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Mein Ruf im Internet

Mittwoch, Mai 28th, 2008

Das Internet ist viral und vergisst nichts. Auch darum ging es beim heutigen Social Web Breakfst in der Münchner Lounch2 im Mathäser, das PR-Blogger Klaus Eck und Thomas Koch von Kongress Media organisiert hatten.

Mario Grobholz, Gründer der Reputation-Plattform myOn-ID, aber auch Eck machten deutlich, wie wichtig es ist für aktive, aber auch passive Internet-Nutzer, einen Überblick zu behalten, welche Meinungen über sie kursieren und welchen Ruf sie in der virtuellen Welt genießen.

Was lesen Geschäftspartner, Freunde, aber auch ein Personalchef (über 30 Prozent googeln Bewerber-Infos) bei einer Bewerbung über mich im Internet? Ist mein Profil, das sich dort herauskristallisiert authentisch, stimmt es mit dem realen Image überein, das ich und andere von mir haben?

 Mit myOn-ID hat Grobholz eine interessante Plattform geschaffen, die per Meta-Suchmaschine Daten über die eigene Person sammelt und Bewertungen zulässt. Folge von Bewertungen und Bearbeitungen: Aussagen und Fundstellen, die man präferiert, werden beim Suchen in Google künftig weiter oben gerankt, ohne komplizierte Suchmaschinen-Optimierungstools.

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Krisenweltmeister Deutschland AG

Sonntag, Mai 25th, 2008

„Krise im System“ titelte der Spiegel Online in seinem Beitrag am Sonntag, 26. Mai aus Anlass des neuesten Unternehmensskandals bei der Telekom und folgerte: Der Sittenverfall ist kein Zufall, sondern Systembedingt.

Wie bekannt, besteht der begründete Verdacht, dass die Telekom auf eine perfide Art und Weise überprüfte, ob Manager und Aufsichtsräte Kontakte mit Wirtschaftsjournalisten haben. Hierzu wurden heimlich Telefonverbindungsdaten ausgewertet, um angeblich undichte Stellen zu finden, die der Presse möglicherweise Informationen zuspielen. Das Pikante dabei, anscheinend wurden hierbei auch Telefondaten von Journalisten genutzt, um Abgleiche durchführen zu können.

Immerhin reagierte der neue Vorstand sofort, als die Sache durch ein fehlgeleitetes Fax ruchbar wurde und schaltete die Staatsanwaltschaft ein.

Journalistenverbände sehen angesichts dieser Methoden, die sie an Stasi-Zeiten erinnern, die Pressefreiheit in Gefahr.

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Unschuld teurer als Schuld – Bürger+Staat=Krise?

Sonntag, Mai 18th, 2008

Vor einer Woche fühlte ich mich, als eine Gebührenrechnung der Justiz eintraf, stark an ein Erlebnis in einem südamerikanischen Land erinnert.

Dort wollte ich nach einem Diebstahl eine Anzeige erstatten. Nicht, weil ich hoffte, dass dies der Gerechtigkeit dient, sondern wegen der Versicherung.

Bei der Aufnahme der Anzeige wartete ich geduldig, bis der Beamte endlich die Tasten der Schreibmaschine bewegte. Nichts tat sich. Dann flüsterte mir jemand das Wort „Dollar“ ins Ohr. Daraufhin verschwand der Beamte, ich legte ein paar Dollarscheine zwischen die Papiere auf dem Schreibtisch, der Mann kam zurück, bemerkte die Dollarscheine zwischen seinen Unterlagen, schob alles in denSchreibtisch und begann endlich zu schreiben.

Natürlich ist mir das nicht so in Deutschland passiert. Nein, hier werden keine Dollarscheine von Beamten eingesteckt, sondern bei uns kommen Gebührenrechnungen vom Staat, die aber manchmal ein ähnliches Gefühl von Ohnmacht und Willkür hinterlassen.

Was ist passiert?

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Dauerkrisen und die Guten, die Bösen und die Hässlichen

Freitag, Februar 22nd, 2008

Die Debatte um den Fall Zumwinkel und folgende erinnert mich an den Titel von Sergio Leones Italo-Western „The Good, the Bad and the Ugly“ von 1966, dessen deutscher Titel „Zwei glorreiche Halunken“ in diesem Fall weniger zielführend ist.

Für die einen sind Zumwinkel & Co. einfach die Bösen, für die anderen die Hässlichen oder beides. Doch es gibt auch andere Meinungen, die allerdings nicht so weit gehen, in Herrn Zumwinkel einen Robin Hood gegen den Finanz-Sheriff Steinbrück von Nottingham zu sehen. Oder den Rächer der Unterdrückten, der gen Liechtenstein in den Sonnenuntergang reitet.

Nein, das nicht, aber warum nicht mal die Sache politisch unkorrekt betrachten, meinte ein intelligenter Beobachter: „Jagt hier nicht ein Raubritter den anderen?“ Das sei natürlich nur verkürzte Polemik, wir würden ja nicht mehr im Mittelalter leben, wo der Burgvogt Gessler (Schiller, Tell, Schweiz, Rütli-Schwur, Schweizer Bankentum) und andere böse Schergen dem rechtlosen Untertan den Zehnt und – auch mal ein wenig mehr – abpressten.

Vorsicht Glatteis.

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Zumwinkel – Es gilt die Unschuldsvermutung

Donnerstag, Februar 14th, 2008

Natürlich gilt beim Fall Zumwinkel bis auf Weiteres die Unschuldsvermutung angesichts des Verdachtes auf Steuerhinterziehung.

Allerdings bin ich schon auf die Gespräche bei meinem nächsten Besuch bei der Post-Filiale in der Service-Schlange (ist das Wort eigentlich schon von der Post schon geschützt worden?).

Die fängt nämlich schon auf der Straße an, da zum Wohle der Kunden an angemessenen Räumen gespart wird. Im Winter ein echter Beitrag zur Abhärtung, statt sich in geheizten Räumen Viren zu holen. Zudem ein freiwilliger Service für Raucher. Und man lernt Leute kennen. Schließlich hat man angesichts dieser Service-Anstrengungen genügend gemeinsame Themen, dem jetzt noch die causa Zumwinkel hinzu kommt.

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Weniger Krisen 2007 durch Insolvenz

Donnerstag, Januar 31st, 2008

Eine Insolvenz ist so etwas wie ein Krisen-GAU.In der Regel kommt dieser größt annehmbare Unfall, so die GAU-Umschreibung, allerdings nicht aus heiterem Himmel.
Zuvor gibt es meist zahlreiche Warnzeichen, die entweder übersehen oder ignoriert werden – entweder von den einzelnen Unternehmen oder innerhalb der Gesamtwirtschaft und Politik, wie bei der aktuellen US-Finanzkrise.
Nun zur guten Nachricht der Wirtschafts-Auskunftei D&B: 2007 weniger Insolvenzen in Deutschland. Und zur schlechten: für 2008 ist kein weiterer Rückgang zu erwarten.

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Krise und Kommunikation – zwei die zusammen gehören wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Mittwoch, Januar 30th, 2008

Krisenblogger. ist ein offenes Forum, in dem Krisenkommunikation, das Entstehen von Krisen, ihre Prävention und Bewältigung dargestellt und diskutiert werden. Sie sind dazu eingeladen.

Die Krise ist in der Krise… aber was ist überhaupt eine Krise?

Wenn Herr Ackermann möglicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort ein V-Zeichen macht und ein großer Teil der Presse und der Öffentlichkeit aufheult?

Angestellte Manager auf Kosten der Aktionäre und der Gesellschaft globale Imperien errichten, deren Sinn und Zweck letztendlich die private Machtausbreitung ist – und es beim Scheitern Schelte hagelt?

Oder sich ein Präsident auf erotische Spiele mit einer Praktikantin einlässt?

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